Skip to content
Wissensdatenbank
Gesundheit7 min Lesezeit

Schwanzrubben beim Pferd: Ursachen von Sommerjuckreiz und was hilft

Reibt sich Ihr Pferd im Sommer den Schwanz und die Mahne wund? Lesen Sie die haufigsten Ursachen des Schwanzrubbens, von Sommerekzem und Darmbalance bis zu Wurmern, und welcher Ansatz den Juckreiz verringert.

Schwanzrubben bedeutet, dass ein Pferd sich mit der Schwanzwurzel oder Mahnekamm an Zäunen und Boxwänden reibt, meistens aufgrund von Juckreiz. Im Sommer ist die Ursache oft Sommerekzem: eine allergische Reaktion auf Mückenstiche. Dieser Artikel listet die wichtigsten Ursachen auf und erklärt, wie Sie den Juckreiz durch Management und die Darm-Haut-Achse angehen.

Warum reibt sich mein Pferd mit dem Schwanz?

Schwanzrubben ist ein Symptom, keine Diagnose. Das Pferd hat Juckreiz und sucht Erleichterung durch Reiben. Die Kunst ist, die zugrundeliegende Ursache zu finden, denn erst dann hört der Schaden an Schwanz und Mahne auf. Die häufigsten Ursachen im Sommer:

  • Sommerekzem (Insektengalle): eine allergische Reaktion auf den Speichel von Mücken, die wichtigste Sommerursache
  • Gestörte Darmbalance: ein aus dem Gleichgewicht geratener Darm macht die Haut empfindlicher für Juckreiz
  • Würmer (besonders Spulwürmer): verursachen Juckreiz um die Schwanzwurzel
  • Trockene Haut oder Hautschuppen: durch Sonne, Schweiß oder eine schmutzige Schwanzbasis
  • Schmutz oder Schweiß unter dem Schwanz: einfache Reizung, die oft unterschätzt wird

Sommerekzem: die wichtigste Sommerursache

Culicoides sind kleine Mücken, die von der Dämmerung bis zum Sonnenaufgang aktiv sind. Bei einem empfindlichen Pferd verursacht ihr Speichel eine allergische Entzündungsreaktion mit heftigem Juckreiz an Mahnekamm, Schwanzwurzel und Bauchlinie. Das Pferd reibt sich wund, woraufhin Haare ausfallen und Krusten entstehen. Für den vollständigen Ansatz dieser Erkrankung lesen Sie unseren ausführlichen Artikel über Sommerekzem beim Pferd.

Die Darm-Haut-Achse: Warum Ernährung mitspielt

Ein großer Teil des Immunsystems des Pferdes sitzt in der Darmwand. Wenn die Darmflora aus dem Gleichgewicht ist, gelangen mehr Entzündungsmediatoren in den Blutkreislauf und die Haut wird empfindlicher für Juckreiz und allergische Reaktionen. Ein Pferd mit einem gesunden Darm reagiert daher milder auf Mückenstiche und Hautreizungen als ein Pferd mit einer gestörten Flora. Der Darm ist also ein wichtiger, oft vergessener Schlüssel bei hartnäckigem Schwanzrubben. Lesen Sie auch unseren Artikel über Darmgesundheit bei Pferden.

Was hilft gegen Schwanzrubben

Begrenzen Sie die Mückenexposition. Halten Sie empfindliche Pferde von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang im Stall, verwenden Sie feinmaschige Netze und stellen Sie Ventilatoren in die Box. Culicoides sind schlechte Flieger und meiden Luftströmungen.

Verwenden Sie eine Ekzemdecke. Eine gut sitzende Decke mit Bauchlatz und Schwanzschutz schützt die Risikozonen während der Ausgangszeiten der Mücken.

Halten Sie die Schwanzbasis sauber. Waschen Sie Schweiß und Schmutz regelmäßig ab und trocknen Sie die Schwanzwurzel gut. Einfache Hygiene verhindert einen Teil des Reibens.

Folgen Sie einem Entwurmungsschema. Lassen Sie bei Zweifeln eine Kotuntersuchung machen, um Würmer als Ursache auszuschließen.

Welche Unterstützung hilft

Darm- und pH-Gleichgewicht. pH+ unterstützt die Darmflora und die Säurebalance, was sich direkt auf die Hautwiderstandsfähigkeit durch die Darm-Haut-Achse auswirkt. Geben Sie dies vorzugsweise strukturell ab dem frühen Frühling, damit die Haut die Mückensaison stärker angeht.

Allgemeine Widerstandsfähigkeit und Entzündungsbasis. Tonic unterstützt die Leber und das allgemeine Widerstandsniveau. Bei Pferden mit chronischem Juckreiz ist eine niedrige Entzündungsbasis ein wichtiges Ziel.

Vermeiden Sie dopingempfindliche Kräuter. Einige beliebte Juckreizkräuter können bei Turnierpferden positive Dopingtests verursachen. Lesen Sie unseren Artikel über FEI-dopingfreie Supplemente für die sichere Auswahl.

Wann zum Tierarzt

Rufen Sie Ihren Tierarzt, wenn:

  • Offene Wunden entstehen, die nicht innerhalb weniger Tage heilen
  • Der Juckreiz heftig ist und nicht auf Management und Hygiene reagiert
  • Sie Würmer oder eine andere zugrunde liegende Ursache vermuten
  • Das Reiben plötzlich und stark zunimmt

Der Tierarzt kann die Ursache feststellen, eine Entwurmungskur oder Hautbehandlung verschreiben und bei Sommerekzem eine Hyposensibilisierung oder Entzündungshemmung starten. Das ist kein Ersatz für strukturelle Prävention durch Management und Darmunterstützung.

Fazit

Schwanzrubben ist ein Signal von Juckreiz, und die Ursache bestimmt den Ansatz. Im Sommer ist Sommerekzem der Hauptverdächtige, aber Darmbalance, Würmer und Hygiene spielen oft mit. Gehen Sie die Ursache an, nicht nur das Symptom: Begrenzen Sie Mücken, halten Sie die Schwanzbasis sauber und unterstützen Sie die Darm-Haut-Achse von innen. Beginnen Sie rechtzeitig, denken Sie in Jahreszeiten, und wenden Sie sich bei offenen Wunden oder hartnäckigem Juckreiz an den Tierarzt.

Entdecken Sie weitere Artikel in unserer Wissensdatenbank oder lesen Sie weiter über Sommerekzem beim Pferd.

Verwandte Produkte